News - Biomechanik

„RehaBoard - Ein Computerassistenz-System für die Behandlungsplanung bei Gangstörungen nach Schlaganfall“ ist einer von neun Gewinnern des Leitmarktwettbewerbs "LifeSciences.NRW 2016"

Neues Forschungsprojekt der ITBB GmbH als Konsortialführer und ihrer Partner

Das Konsortium entwickelt erstmals neue interdisziplinäre ganzheitliche Behandlungsaspekte für die personalisierte Therapiesteuerung bei Gangstörungen nach Schlaganfall („RehaBoard-E“). Dies geschieht zusammen mit einer computergestützten Assistenzumgebung für die synergistische Behandlungsplanung („RehaBoard-X“) zur Ideenfindung und Objektivierung mittels klinisch maßgeschneiderten Tools wie 3D-Visualisierung und „Was-Wenn“-Simulationen. Durch das Projekt sollen innovative, auf den Patienten zugeschnittene „Multi“-Therapien personalisiert gestaltet und aus den daraus resultierenden Therapieerfolgen die Teilhabe der Patienten am gesellschaftlichen Leben insgesamt deutlich verbessert werden.

Das Projekt hat sich als einer von neun Gewinnern des Leitmarktwettbewerbs "LifeSciences.NRW 2016" gegen 51 eingereichte Verbundanträgen durchgesetzt. Es wird vom Land Nordrhein-Westphalen und der Europäischen Union gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren, welche am 30.06.2020 endet.

https://www.leitmarktagentur.nrw/aktuelles?cmd=showDetail&id=60

 

In der Presse:

Rheinische Post

Land Nordrhein-Westphalen

Metropole Ruhr

IDW Informationsdienst Wissenschaft

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Erfolgreich im EU-Projekt „PROREOP“

Die ITBB GmbH wurde 2006 mit dem Projekt „PROREOP“ als einer der Gewinner des Ziel2-Programms „Technologie und Innovation“ von der Europäischen Union und dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW zur Förderung ausgewählt. Von Februar 2007 bis Juni 2008 wurde an der ITBB GmbH in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen erfolgreich an der Entwicklung von Methoden zur Optimierung von orthopädischen Operations- und Rehabilitationsmaßnahmen am menschlichen Bewegungsapparat geforscht. Wesentliches Ergebnis des Projektes war ein vorwettbewerblicher Prototyp für ein neuartiges orthopädisches Diagnosesystem, welcher nach Projektende zur Marktreife weiterentwickelt wurde und seit 2015 unter dem Namen MobileBody® als kommerzielles Produkt vertrieben wird.

Die Abbildung verdeutlicht das Konzept des orthopädisches Diagnosesystems: die Informationen aus Ganglabor-Messungen werden mit MRT- und Röntgen-Aufnahmen zu einem patientenspezifischen computergestützten Modell kombiniert. Dieses bildet den individuellen Bewegungsapparat des untersuchten Patienten nach und ermöglicht umfassende Bewegungssimulationen. Da die Rohdaten der Bewegungssimulation für einen praktizierenden Arzt kaum oder nur schwer interpretierbar sind, erfolgt abschließend eine an den klinischen Alltag angepasste Aufbereitung. Dies umfasst eine Vorverarbeitung der Ergebnisse sowie die Bereitstellung einer nach medizinischen Kriterien ausgelegten Benutzeroberfläche sowie eine dreidimensionale Visualisierung.

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Erfolgreiche Konsortialführung im EU-Projekt „ReHabX“

Nachdem sich das Projekt im November 2011 Rahmen des Wettbewerbs "Per-Med.NRW" als einer von sieben Gewinnern gegen 37 Konsortien mit 145 Einzelanträgen durchsetzen konnte, wurde von Juli 2012 bis März 2015 an der Verbesserung der Mobilität von Schlaganfallpatienten geforscht. Nach 33 Monaten Forschungsarbeit wurde unter Konsortialführung der ITBB GmbH das vom Land NRW und der Europäischen Union geförderte Projekt „ReHabX: Personalisierte Therapiesteuerung bei Gangstörungen am Beispiel des Schlaganfalls“ erfolgreich abgeschlossen. In enger Zusammenarbeit mit Spezialisten für Bewegungssimulation (Universität Duisburg-Essen), der Klassifikation und Maßnahmenauswahl von pharmakologischen Therapien (Heinrich-Heine Universität Düsseldorf), der Klassifikation und Maßnahmenauswahl für Orthesen und Übungen (Fachklinik Rhein-Ruhr für Herz/Kreislauf- und Bewegungssystem GmbH & Co. KG) wurde an der ITBB GmbH ein vorwettbewerblicher Prototyp eines Softwaretools entwickelt, das Ärzte, Physiotherapeuten und Hilfsmittelversorger mit Hilfe von quantitativen und objektiv validierten Kriterien dabei unterstützt die geeignetsten Behandlungsmaßnahmen für die personalisierte Rehabilitation von Schlaganfallpatienten auszuwählen (vgl. Abbildung).

Zur evidenzbasierten personalisierten Maßnahmenauswahl werden ausgehend von der Messung des Ganges mit handelsüblichen Trackingsystemen neue Verfahren der technischen Simulation eingesetzt, um biomechanische Effekte zu analysieren. Diese werden in einem iterativen Trainingsprozess mit der medizinischen Diagnostik und Prognose abgeglichen, indem patientenspezifische Kenngrößen (Features) extrahiert und in Übereinstimmung mit individualisierten Therapieempfehlungen von Ärzten und Therapeuten gebracht werden. Diese objektivierte Korrelation zwischen numerischen Daten und medizinischem Wissen ermöglicht schließlich die Erstellung eines optimierten, an der individuellen Patienten-Pathophysiologie orientierten Behandlungsplans.
Die evidenzbasierten personalisierten Maßnahmenauswahl wird es zukünftig ermöglichen Behandlungsprozesse interdisziplinär besser zu koordinieren, Therapien besser zu steuern bzw. zu evaluieren und damit die bisher schon vorhandenen pharmakologischen, therapeutischen und orthetischen Therapiemöglichkeiten besser auszuschöpfen oder gar neu zu adaptieren.

Für Patienten und Kostenträger bietet dies den Vorteil, dass die Patienten sowohl schneller in die Funktionalität und verbesserte Teilhabe geführt werden als auch das das Risiko von Sekundärschäden reduziert wird (z. B. Stürze, vorzeitiger Verschleiß, Fehlbelastungen).

Nach erfolgreichem Abschluss der wissenschaftlichen Grundlagen zur evidenzbasierten personalisierten Maßnahmenauswahl in der Schlaganfall-Rehabilitation im Kontext des ReHabX-Projektes, arbeitet die ITBB GmbH zurzeit an der Kommerzialisierung des vorwettbewerblichen Prototypen.

Weiterführende Informationen

Projektposter
Zeitungsartikel Rheinische Post

Gefördert aus dem EFRE kofinanzierten operationellen Programm für NRW im Ziel2 "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" 2007-2013. Förderkennzeichen: 005-1111-0054